Fakultät für Maschinenbau und Sicherheitstechnik

Allgemeines

PSync („Psychosoziale Notfallversorgung: Synchronisations- und Koordinationsplattform“) ist ein vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördertes Forschungsprojekt. Im Rahmen von PSync verfolgen wir das Ziel, einen Beitrag zur besseren Vernetzung der psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) in Deutschland zu leisten.

Mehr Informationen finden Sie auf unserer Projektwebsite.

Wenn Sie über den Verlauf des Projektes informiert bleiben möchten, können Sie gerne den PSync-Newsletter abonnieren.

Wir sind ein Team aus wissenschaftlichen Mitarbeitenden des Fachgebiets Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit (BuK) der Bergischen Universität Wuppertal. Gemeinsam mit unserem Verbundpartner, dem Deutschen Roten Kreuz, arbeiten wir an der Umsetzung von PSync.

Die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) ist ein fester Bestandteil des Bevölkerungsschutzes. Sie zielt auf die Bewältigung kritischer Lebensereignisse wie Unglücksfälle und Katastrophen und der damit einhergehenden Belastungen für Betroffene (Angehörige, Hinterbliebene, Vermissende, Unfallzeugen von Notfällen) einerseits und für Einsatzkräfte andererseits.

Gemäß der DIN Norm 13050:2015-04 ist die PSNV folgendermaßen definiert:

Der Begriff „Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV)“ beinhaltet die Gesamtstruktur und die Maßnahmen der Prävention sowie der kurz-, mittel- und langfristigen Versorgung im Kontext von belastenden Notfällen bzw. Einsatzsituationen.

Übergreifende Ziele der PSNV sind:

• Prävention von psychosozialen Belastungsfolgen

• Früherkennung von psychosozialen Belastungsfolgen nach belastenden Notfällen beziehungsweise Einsatzsituationen

• Bereitstellung von adäquater Unterstützung und Hilfe für betroffene Personen und Gruppen zur Erfahrungsverarbeitung sowie die angemessene Behandlung von Traumafolgestörungen und – bezogen auf Einsatzkräfte – einsatzbezogene psychische Fehlbeanspruchungsfolgen.

Wir verstehen hierunter weiter gefasst ein psychosoziales oder therapeutisches Angebot für die präventive Vorsorge, die Akutversorgung am Einsatzort oder die langfristige therapeutische Begleitung (Regelversorgung).

Umfrage

Die Umfrage richtet sich an Fachkräfte, die Auskunft über ein PSNV-Angebot geben können – sei es für sich selbst als Einzelperson oder stellvertretend für eine Organisation oder Team. 

Für uns ist ein ganzheitlicher Blick entscheidend. Wir suchen daher Ansprechpersonen aus dem gesamten Spektrum der PSNV:

  1. Vorsorge & Vorbereitung (Prävention): Angebote, die Menschen helfen, mit Belastungen umzugehen, bevor Krisen entstehen (z. B. Resilienztrainings, Stressmanagement).
  2. Schnelle Hilfe im Ernstfall (Akuthilfe): Einheiten, die unmittelbar nach Ereignissen vor Ort sind (z.B. PSNV-Teams, Krisenintervention, Notfallseelsorge, Peer-Support).
  3. Längerfristige Begleitung (Regelversorgung): Professionelle therapeutische oder beratende Unterstützung (z. B. spezialisierte Psychotherapie, Beratungsstellen oder Kliniken).

Die Umfrage wird ausschließlich Online erhoben. Die Teilnahme erfolgt über zwei verschiedene Wege:

Geschlossener Zugang (Verifiziert): Die Verbreitung der Umfrage erfolgt über die Länderübergreifende Facharbeitsgruppe (Lüfag) und die Landeszentralstellen PSNV. Auf diesem Weg stellen wir sicher, dass ausschließlich geprüfte Fachkräfte an der Befragung teilnehmen.

Öffentlicher Zugang (Unverifiziert): Zusätzlich wird ein öffentlicher Link – unter anderem über die sozialen Medien – bereitgestellt. Teilnehmende, die diesen Weg nutzen, gelten im System zunächst als nicht verifiziert und werden in der Anwendung auch entsprechend gekennzeichnet.

Hier ist der öffentliche Link zur Umfrage: https://umfrage.uni-wuppertal.de/index.php/792699?lang=de 

Anwendung

Das „Akteurs-Kompetenz-Informationssystem“ (AKI) ist eine webbasierte Anwendung zur transparenten Darstellung von Informationen für die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV). Die Anwendung befindet sich derzeit in Entwicklung. 

 

Mit der Anwendung möchten wir: 

  1. Eine bundesweite Übersicht der PSNV-Landschaft schaffen.

  2. Die Sichtbarkeit von PSNV-Angeboten erhöhen.

  3. Das Verständnis der PSNV als Fachgemeinschaft nach Innen und Außen stärken.

  4. Möglichkeiten der Vernetzung bieten und Schnittstellen fördern.

  • Datenbank: Webbasierte Bereitstellung von Informationen zu Angeboten und Akteuren der PSNV.
  • Suche: Praktische Such- und Filterfunktionen.
  • Kontaktliste: Automatisierte Erstellung einer Kontaktliste von ausgewählten Akteuren.
  • Interaktive Karte: Darstellung von PSNV-Angeboten und Akteuren.
  • Graphische Visualisierung von PSNV-Ressourcen.
  • Daten-Import: Einfacher Import von Rohdaten (CSV) für die PSNV-Datenbank.